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Vor- und Nachteile von WordPress für Anwender

Global führendes Content-Management-System

WordPress ist ein kostenloses Content-Management-System. Es wird weltweit am meisten eingesetzt. Es kommt bei über einem Drittel aller Webseiten zum Einsatz. Grund ist die extreme Vielfalt an Plugins und Themes, die unterschiedlichste Funktionalitäten und Layouts ermöglichen. Für den Anwender hat dies jedoch weitere Vorteile, wie zum Beispiel die Auswahl an Plugins. Der Anwender kann so die WordPress Plugins auswählen, mit denen er am besten zurecht kommt.

Intuitiv bedienbar – komplexe Layouts auch von Anfängern erstellbar

Ein weiterer Vorteil ist, dass WordPress ähnlich wie ein Textverarbeitungssystem genutzt werden kann. Für den Anwender, im WordPress-Jargon „Redakteur“ genannt, gibt es je nach Theme und Konfiguration der Installation unterschiedliche Editoren:

  • Tiny MCE: Dieser Editor erinnert ein wenig an Word und tatsächlich funktioniert vieles ähnlich. Fortgeschrittene können in die HMTL-Ansicht umschalten und Fine Tuning betreiben. Da die Bedienbarkeit auf Mobilgeräten und die Barrierefreiheit eingeschränkt sind, gilt er als veraltet. Wer sich trotzdem nicht davon trennen kann, greift zum Plugin Classic-Editor.
  • Pagebuilder: Dvi, Elementor und Beaver Builder sind nur einige bekannte Vertreter dieser Spezies. Sie erleichtern es, dem Redakteur intuitiv auch komplexere Layouts wie Akkordeon oder Tab Menüs zu erstellen, für die ansonsten ein Plugin erforderlich wäre.
  • Gutenberg-Editor: Das ist die Antwort des WordPress-Core-Teams auf die Mängel des Tiny MCE und die Vielfalt der Pagebuilder. Seit WordPress 5.0 ist er der neue Standard-Editor, an dem sich alle Entwickler dieses Opensource-Systems orientieren sollen. Er verhindert ein Auseinanderentwickeln von WordPress in verschiedene Forks und ermöglicht trotzdem, dass auch Anfänger schnell zurechtkommen. Die Layouts sind prinzipiell „out of the box“ responsive, das bedeutet, dass nur in Ausnahmefällen Nacharbeiten für einzelne Bildschirmgrößen erforderlich sind. Ein weiterer Vorteil von Gutenberg ist, dass dieser im Gegensatz zu den Pagebuildern direkt im Core integriert ist. Somit ist es auch ohne große Programmierkenntnisse möglich, relativ schnelle Ladzeiten zu erreichen.

Helfer in der Not: die WordPress Community

Es gibt zahlreiche Anlaufstellen für WordPress Redakteure, falls es mal zu einem Problem kommen sollte. So können für den WordPress Core sowie für Plugins und Themes aus den offiziellen Repositories Entwickler direkt kontaktiert werden. Darüber hinaus widmen sich zahlreiche Blogs, Foren und Gruppen in sozialen Medien ausschließlich diesem Content-Management-System und wer davon nicht genug hat, findet weltweit beinahe in jeder größeren Stadt ein WordPress Meetup. Das sind lockere Treffen mit Fachvorträgen und Meinungsaustausch ohne kommerziellen Charakter.

Nachteile: das Thema Sicherheit

WordPress ist nicht grundsätzlich unsicherer als andere Content-Management-Systeme, wird aber trotzdem häufiger angegriffen. Der Grund liegt vor allem in der weiten Verbreitung von WordPress. Sobald eine Schwachstelle einmal identifiziert ist, lassen sich zigtausend Webseiten finden, die gehackt werden können. Aus diesem Grund sollten sicherheitsrelevante Aktualisierungen möglichst zeitnah vorgenommen werden. Dies wiederum erfordert einen gewissen Arbeitsaufwand und anschließende Tests, ob noch alle passt. Im Idealfall können derartige Arbeiten in einer separaten Staging-Umgebung geleistet werden, so dass der Endanwender davon nichts mitbekommt.

Fazit

WordPress ist sehr flexibel einsetzbar und intuitiv zu bedienen. Bei professionellen Webseiten sollte jedoch fachkundige Unterstützung im Hintergrund bereitstehen, um bei Problemen eingreifen zu können.

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